Das war´s für 2012 – Jetzt kommt 2013

Nun haben wir es ja fast geschafft. Das Jahr 2012 neigt sich seinem Ende zu, ich sitze in meinem Büro und zünde mir eine an. Das erste Mal seit etlichen Jahren, ohne  dies ewig schlechte Gewissen mir selbst und der Umwelt gegenüber zu haben. Denn wenn ich es künftig richtig anstelle, tue ich damit etwas unendlich Gutes für die Fauna! Gut, ich habe zwar ein Transportproblem, aber das werde ich bestimmt im nächsten Frühjahr lösen! Denn Zigarettenstummel in Vogelnestern halten Parasiten fern. Das haben mexikanische Forscher heraus gefunden. Das Team um Isabel Lopez-Rull von der National – Universität Unam in Mexiko-Stadt hat in einer Studie die Nester von Hausgimpeln und Haussperlingen näher unter die Lupe genommen. Und in fast allen Nestern fanden die Forscher Zellulose von gerauchten Zigarettenstummeln. Je größer das Gewicht der in die Nester eingebauten Zigarettenstummel war, umso weniger Schädlinge befanden sich in diesen Nestern. Die Forscher gehen davon aus, dass das Nikotin, das die Vögel über die eingebauten Stummel in ihren Nestern verarbeiten, viele Parasiten einfach abschreckt. Je mehr ausgerauchte Stummel sie dort einbauen, umso weniger Außenparasiten, wie Federlinge und Milben. Um diese Erkenntnis zu vertiefen, bauten die Forscher in einer zweiten Phase Wärmefallen in die Nester ein, die bei 37 Grad Celsius Parasiten anlocken sollten. Vergeblich, denn wenn ein zu Ende gerauchter Stummel daneben lag, ließen sie sich einfach nicht mehr anlocken, unabhängig vom jeweiligen Brutstadium des Nestes. Ungenutzte Zigaretten hielten sie allerdings nicht davon ab, in die Wärmefalle zu gehen. Ich habe schon mal überlegt, ob sich diese Erkenntnis auch auf uns übertragen ließe. Sich einfach mal eine anzünden, wenn man jemand gegenüber sitzt, der einem nicht schmeckt. Aber den Gedanken habe ich dann doch schnell verworfen. Viel interessanter scheint mir die Frage, wie kommen die deutschen Vögel heute eigentlich noch an ausgerauchte Zigarettenstummel? In einem Staat, in dem Rauchen inzwischen ja beinahe schon als asozial gilt. In dem man sich, wenn man die Lust spürt, aus dem Haus oder auf den Balkon schleichen muss. Ja doch, die Balkone, das könnte die Lösung sein! Neben jedem obligatorischen Vogelhäuschen auf dem Balkon ein offener Aschenbecher, in dem der jeweilige Mieter oder Eigentümer verpflichtend mindestens zwei fertig gerauchte Zigarettenkippen pro Tag einlegen muss. Gleiches würde natürlich auch für Vogelhäuschen in den Gärten der Reihen- und Einzelhäuser gelten. Das würde nicht nur unserer geschundenen Vogelwelt enorm beim Brüten helfen, sondern zudem auch das Aufkommen an Tabaksteuern wieder in die Höhe schnellen lassen. Vor meinem, geistigen Auge sehe ich sie schon, die Scharen an Sperlingen und Gimpeln, die unser Land – so wie einst - wieder bevölkern und uns alarmieren, wenn ungebetene Gäste kommen!

„Wer Visionen hat, sollte zum Psychiater gehen,“ hätte mir mein Onkel da wohl gemeint.

So wie bei der Markttransparenzstelle. Da nehmen jetzt die Spritpreis – Wächter ihre Arbeit auf. Zu beneiden sind sie beim Errichten dieser Stelle allerdings nicht. Ein eigener Aufbaustab auf Leitungsebene wird eingerichtet, der dem Vize-Präsidenten des Kartellamtes direkt unterstellt ist. Allerdings muss dessen konkrete Ausgestaltung noch durch eine Rechtsverordnung geregelt werden. Dieser Aufbaustab soll dann all die Prozesse schaffen und ausgestalten, die notwendig sind, um die Preismeldungen, deren Verarbeitung und die Weitergabe an Verbraucher-Informationsdienste zu koordinieren. Angedacht ist, dass diese Infodienste dann geeignete Applikationen und Programme entwickeln, um allen Verbrauchern standort- und/oder routengerechte Informationen zukommen zu lassen. Als wichtig und noch klärungsbedürftig erkannt, ist die Bereitstellung einer geeigneten IT-Infrastruktur und die genaue Definition der erforderlichen Schnittstellen. Immerhin! In einem zweiten Schritt und um einen reibungslosen Übergang in den Regelbetrieb zu gewährleisen, wird der Aufbaustab diese Prozesse auf Verfügbarkeit, Stabilität und Sicherheit prüfen. 

„Wichtig ist was hinten rauskommt,“ hat unser Altbundeskanzler Helmut Kohl einst so schön gesagt.

Was das alles an Kosten verursacht, wie lange das dauert und wie viele Leute damit beschäftigt werden, hat bisher noch niemand geäußert. Und ebenso unklar ist, wann und in welcher Form die Kraftstoffpreise den Verbrauchern zur Verfügung stehen werden. Na ja 2013 steht vor der Tür – und da wird es dann schon irgendwann werden. Obwohl Kartellamtschef Mundt schon heute vor überzogenen Erwartungen warnt. Jedenfalls wird auch 2013 ein Jahr der großen Herausforderungen, für das ich allen Gesundheit und viel Erfolg wünsche.

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