Grob gesagt: Die Angsthasen und das Sommermärchen

Ist Deutschland ein Volk naiver Gutmenschen oder naiver Angsthasen? Wie bringe ich meinen, den Windeln inzwischen entwachsenen, Enkeln bei, dass die herrliche Fußballweltmeisterschaft 2006 kein Sommermärchen, sondern ein deutscher Albtraum war? Sollen ja sogar (möglicherweise, vielleicht) Stimmen von einem oder zwei für ihre Korruptheit bekannten Oberfunktionären der Fifa gekauft worden sein! Wo doch die übrige Welt so edel und Herr Blatter in der Schweiz Mann des Jahres 2015 ist. Russland und Katar haben die kommenden Fußballweltmeisterschaften schließlich ja auch ganz ohne irgendwelche Geldströme bekommen! Sogar ein Weihnachtsmärchen in Katar wird das werden. Jawohl, so wird so etwas gemacht! Allerdings werden das einige Fifa-Funktionäre wohl nur vom Knast aus bewundern dürfen.

Und so werden wir unseren Enkeln beibringen müssen, dass man es besser so wie die Scheichs aus Katar machen muss und nicht so anrüchig wie die Deutschen. Da ermittelt jetzt sogar die Staatsanwaltschaft gegen die beiden ehemaligen Präsidenten des DFB! Nicht wegen Bestechung oder so. Das wäre ja längst verjährt. Nein, viel schlimmer, wegen Steuerhinterziehung. Teufel aber auch! Einmal 6,7 Mio. € (noch dazu von einem Scharlatan geliehen) raus aus der DFB-Kasse und dann wieder rein und nochmal raus. Das klingt schon sehr verwirrend und verwerflich! Und das auf eine juristische, einwandfreie Reihe zu bekommen, muss wirklich enorm schwer sein. Wetten, dass die Staatsanwaltschaft immer noch ermittelt, wenn die schöne Ausgabe dieses Heftes schon im Altpapier gelandet ist. Nein, da müssen wir uns weder Sorgen machen noch Angst haben.

Angst haben wir sowieso nicht. Schon gar nicht vor irgendwelchen Terroranschlägen fehlgeleiteter Muslime. Unser kompromissloser Innenminister hütet und verschont uns und behält die interessanteren Informationen zurück, weil er die Bevölkerung nicht zusätzlich beunruhigen will. Und die Scharen von Lebensberatern und Psychiatern auf all den Fernsehkanälen tun ihr Allerbestes um uns unnötige Ängste vor solchen Bösewichten zu nehmen. Obwohl, wenn da jeden Tag so viele Flüchtlinge kommen? Ob da ein „wir schaffen das“ unserer Kanzlerin der richtige Weg sein kann? Vielleicht sind da doch wieder ein paar muslimische Bösewichte mit finsteren Gedanken dabei. Ist es dann nicht klüger eine Obergrenze für Deutschland oder möglichst detailliert für jedes Bundesland zu benennen, wie es der sächsisch - anhaltinische Ministerpräsident vorschlägt? Keine Flüchtlinge für Sachsen - Anhalt, dafür bitte  doppelt so viele für Bayern oder so? Oder warum machen wir nicht gleich die Grenze zu!

„Die deutschen Politiker waren schon immer bekannt für eine Politik der kleinen Schritte,“ hätte mein Onkel da gesagt. Warum das denn, hätte ich ihn gefragt?

„Weil sie Angst haben, sich bei großen Schritten die Hosen voll zu machen,“ wäre seine Antwort gewesen.

Na ja, ganz fair wäre seine Antwort nicht gewesen. Sind wir doch eingebunden in unser europäisches Haus. Solidarität ist gefragt. Und da haben wir schließlich viel wichtigere Probleme zu lösen. Eines davon ist die Mindestlichtausbeute fest installierter Leuchtmittel. Im Rahmen der Öko-Design-Richtlinie  müssen wir künftig nämlich Mindeststandards für Helligkeit und Stromverbrauch an Straßenlaternen, in Industriebetrieben und Büros einhalten. Je nach Stromverbrauch wird dann die Mindestlichtausbeute definiert. Also nix mehr mit schummrigen Gässchen, in denen das Laster blühen kann. Dort können wir dann unseren Kaffee kalt genießen oder schnell in eine Thermoskanne umgießen, weil die Wärmeplatte unserer neuen, im Jahr 2015 erworbenen Kaffeemaschine nach fünf Minuten automatisch abschaltet.

„Wichtig ist, was hinten rauskommt,“ hat unser Altbundeskanzler Helmut Kohl einst so schön gesagt.

Denn da hätten wir noch einen kleinen Bestechungsfall im Bundesministerium des Inneren. 120 gepanzerte Limousinen für die edelsten Vertreter unserer Republik wurden da für schlappe 46 Mio. € nach und nach angeschafft. Gleich so viele und jede Kutsche kostete zwischen 300.000 und 500.000 €. Das fiel dann irgendwann doch auf. Und siehe da, ein leitender Beamter des Ministeriums hat so viele bestellt und die Dinger so teuer gemacht, weil er sich von der Herstellerfirma satt bestechen ließ.

Da sind am Ende die wandernden 6,7 Mio. € des DFB doch ein vergessenswürdiger Klacks. Lasst uns also wieder in aller Ruhe von unserem Sommermärchen träumen!

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