Grob gesagt – Die Heschtecks

Was ist eigentlich ein „Heschteck“? Plötzlich labern mich da völlig vergessene Bekannte an. Und wenn ich da drauf drücke, könnte ich mit ihnen mal schnell „twittern“. Warum aber sollte ich mit denen zwitschern? Meine Stimmlage ist doch eher Bariton – und so hoch komme ich ja sowieso nicht. Und hashtagen soll ich auch noch dazu. Was ist das denn überhaupt? Meinen die einen Tag im Rausch? So einen Tag mit der Menge Hasch, die die Grünen erlauben wollen?

So langsam dämmert es. So wie „twittern“ ist auch das ein neuer Begriff unserer neu-denglischen Sprache und hat mit Rauschgift gar nichts zu tun: „Hashtag“ heißt das richtig. Und ein hash im Englischen ist das Zeichen für eine Raute, ein „tag“ eine Markierung. Zugegeben das klingt weniger blöd, als wenn ich sagen würde: „‚Rautenmarkiere‘ doch mal mit mir auf ‚Zwitschern‘“. So mit einem kleinen Mikroblog zum Beispiel. Und was ist ein Mikroblog? Posten Sie ihre Meinung mal ganz schnell in einem Satz. Nicht schreiben, sondern „posten“! Und so weltbewegend schaut das Ganze dann auch meistens aus:

#Schweini war wieder ganz große Klasse! #Find ich auch! #Nee, ga´nich, der hat bloß O-Beine, deshalb sieht er so windschlüpfrig aus. #Hast wohl deine Brille vagessen! #Ich nich, aber du woll!

Und als vollendeter Mikroblog als Antwort ein Satz aus einem Wort: #Depp! …u.s.w., u.s.w.

Graswurzeljournalismus des 21. Jahrhunderts. Von Fachmann zu Fachmann. Ein möglichst kurzer, möglichst unvollständiger Satz und alles Wesentliche ist gesagt. Ohne jedes Wenn und Aber, „back to the roots!“

Da schaue ich mir doch lieber pflichtgemäß die Apps an, die uns Tankstellenpreise im Minutentakt anbieten. Ach, schau mal da, was da alles neben den Tankstellenpreisen so steht: Aldi Süd hat gerade das (oder den?) Samsung Galaxy S 6 im Sonderangebot. 1&1 bietet All-Net-Flat mit Handy an. Das Handy sogar umsonst. Ja und dann die catawiki Armbanduhren. Nie vorher gehört, aber tolle Modelle. Und der neue Renault Twingo mit 0 % Finanzierung und der neue BMW 1er lustwandeln da auch fröhlich rum. Oder wie wär´s mit Auto-News von autobild oder mit Filmen zum Streamen ab 3,99 Euro, heute „Guardians of the Galaxy“? Oder der Knaller überhaupt: The Special Jeep Offer. Kaum zu glauben, da gibt es den Jeep Cherokee schon ab 29µ900 Euro. Was diese App-Deppen da an Werbeeinnahmen für sich kreieren!

Und das alles kann ich jetzt zwangsweise genießen, dank des Geniestreichs eines ehemaligen Wirtschaftsministers namens Philipp Rösler. „War der ein entlassener Schullehrer? Jedenfalls hatte er keine Klasse“, hätte mein Onkel da gesagt.

Aber das ist eines der wenigen Male, bei denen mein Onkel irrte. Klasse war Herr Rösler zwar nicht unbedingt für uns. Uns zieht er jeden Monat mit diesem Meldewahn nur Geld aus der Tasche. Gemäß seinem Credo, dass intelligentes Wachstum mehr Arbeitsplätze bringt. Na ja, irgendwie schlucken wir das schon, weil das Kartellamt dadurch nun ja auch viel schneller gemäß §20 GWB Preismissbräuchen der Ölmultis auf die Spur kommen kann. Wohl mehr im Geheimen, da meine E-Mails seit Monaten unbeantwortet bleiben. Trotzdem freuen wir uns besonders, dass dieser abgewählte Wirtschaftsminister auch ganz schnell wieder einen verantwortungsvollen, neuen, besser bezahlten Job gefunden hat. Im schweizerischen Weltwirtschaftsforum nämlich.

„Wichtig ist, was hinten rauskommt“, hat unser Altbundeskanzler Helmut Kohl einst so schön gesagt.

Dort bringt Herr Rösler inzwischen nämlich rast- und ruhelos sowohl Wissenschaft als auch Wirtschaft, Politik und internationale Organisationen zusammen, um Lösungen für all die anstehenden Herausforderungen dieser Welt zu finden. Und er ist noch dazu sogar zuständig für alle Regierungskontakte und regionalen Aktivitäten des Weltwirtschaftsforums. So hat er unter anderem auch Angie beraten, wie sie den vergangenen Wirtschaftsgipfel G7 im Schloss Elmau in den bayerischen Alpen führen sollte, und selbst die griechische Regierung hat für seine Ratschläge immer ein offenes Ohr. Also, was soll da künftig eigentlich noch schief gehen?

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