Grob gesagt - Die kluge Lösung aus dem fünften Raum

Was sind deutsche Hotels inzwischen doch rückständig. Na ja, WLAN im Hotelzimmer ist inzwischen gar nicht mehr so selten. Aber sonst? Was ist mit Geldautomaten oder Mikrowellenherden? Oder mit Fitnessgeräten und kleinen Büchereien? Fehlanzeige. All das können wir künftig im „fünften Raum“ in Peking finden. Und wo finden wir dort den „fünften Raum“? Die Pekinger werden ihn 14.000 Mal da finden, wo bis vor kurzem der Hinweis WC für Männlein oder Weiblein zu einer öffentlichen Toilette zu lesen war. Da steht jetzt einfach nur noch in Arabisch die Ziffer „5“ (erleichtert es vor allem westlichen Touristen). Da staunt der Laie und der Fachmann wundert sich. Peking macht damit öffentliche Toiletten zum Rolls-Royce unter dem, was uns sonst so weltweit begegnet. WLAN, Fahrkarten und Flugtickets buchen, Mikrowelle, Blutdruck messen oder Bücher ausleihen, Geld abheben und die Benutzung von Fitnessgeräten. Und das alles während eines besonderen Gangs – nämlich dem Stuhlgang. Ein komplett neuer Lebensraum für Chinesen, die bisher wahrscheinlich gar nicht wussten, dass er ihnen fehlte. Neben dem Familienumfeld (Raum 1), der Arbeit (Raum 2), der Freizeit (Raum 3), dem Internet (Raum 4) nun also Raum 5.

Was bisher die typische Erfahrung auch für Touristen war, hat mein weit gereister Onkel einst plastisch so beschrieben: „Riechen, springen, weinen, lächeln“, hat er damals gesagt.

Das „riechen“ fand er gar nicht so schlecht, weil es ihm immer den Weg gewiesen hat und er die chinesischen Hinweisschilder sowieso nicht lesen konnte. Das „springen“ über diverse Häuflein und Pfützen Richtung Grube fand er meistens allerdings stressig. Das Gewimmel weißer Maden brachte ihn jedoch fast zum „weinen“ und schließlich „lächelte“ er all den freundlichen Chinesen zu, die über die niedrigen Trennwände zu ihm herüber grinsten.

Aber das und alle neueren Zwischenstationen sind ab sofort Geschichte. Denn fairerweise muss man nämlich einräumen, dass es an prominenten Orten in Peking inzwischen sogar schon einige Sitz-Klos gibt. Allerdings fehlen dort meistens Seife und auch Klopapier. Und wie hat ein junger Pekinger die neue Klo-Offensive kommentiert? „Ach, hätte ich doch so eine Wohnung, die wie der fünfte Raum ausgestattet ist. Oder doch lieber nicht, weil dann alle Nachbarn kommen und sich ins WLAN einloggen wollen und dann werden die Schlangen vor meiner Wohnung noch länger, als die vor den öffentlichen Klos.“

Und vielleicht kommen dann sogar die ersten Yankees mit ihrem neuen E-Mobil von Tesla bei ihm vorgefahren. „Model X“ heißt diese neue Kreation, mit der Tesla-Gründer Elon Musk die Welt beglücken will. Ein Glanzstück der Ingenieurskunst, sagt Herr Musk, ein elektrisch angetriebener Geländewagen, der den Fahrer bis zu 400 km weit bringen soll. Der erste elektrisch betriebene SUV. Wozu denn so eine Kutsche? Allerdings muss man beachten, dass Amerikaner SUVs ja ganz besonders lieben. Und man höre und staune, das „Model X“ soll sogar mehr als 6.000 amerikanische Pfund, also jenseits von 2,72 Tonnen wiegen. Eine Nummer demnach, vergleichbar mit dem Spritfresser Hummer. Und schließlich soll auch der Preis jenseits der 100.000 Dollar liegen. Schon ein bisschen happig so ein Preis für so viel Blech, habe ich da gedacht. Also mal ganz abgesehen davon, dass ich so ein Gefährt nicht mag. Leisten kann ich es mir ganz bestimmt nicht.

„Wichtig ist, was hinten rauskommt“, hat unser Altbundeskanzler Helmut Kohl einst so schön gesagt.

Es sei denn, ich würde in Kalifornien nicht nur wohnen, sondern dort auch eine Firma betreiben. Denn das ist Mr. Musks besonderer Gewichtstrick. Für ein Auto von mehr als 6.000 amerikanischen Dollar könnte ich über einen Zuschuss des Bundesstaates 2.500 Dollar sparen, zusätzlich dazu eine Steuervergünstigung von 7.500 Dollar erhalten und als Firmenbesitzer noch dazu weitere 25.000 Dollar von der Steuer absetzen. Dann rechnet sich selbst so eine Kutsche.

Wenn Frau Merkel also klug ist, dann wird sie auch bei uns derartige Steuervorteile einräumen. Denn in den USA hat Tesla angeblich schon 25.000 Bestellungen für das tolle „Model X“ vorliegen. Ich bin sicher, dass bei gleicher Förderung dann auch in Deutschland ganz schnell 5.000 – 10.000 Bestellungen eintrudeln würden. Für Frau Merkel wär das doch sicher ein Riesenschritt in Richtung ihres Traumziels, nämlich der eine Million E-Autos im Jahr 2020. Und die Straßen wären auch nicht mehr so leer.

In diesem Sinne also einen guten Rutsch ins Neue Jahr.

 

 

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