Grob gesagt - Die Welt aus den Fugen

Irgendwie läuft diese Welt manchmal in eine Richtung, für die meine geistigen Fähigkeiten offenbar ungeeignet sind. Google befasst sich mit der Entwicklung von einsitzigen Drohnen, mit denen wir künftig Verkehrsstaus locker überfliegen werden. Obwohl uns die ja dann egal sein könnten, weil wir im selbststeuernden Auto längst diese Staus zu einem Nickerchen verwenden könnten. Wenn der Stau sich auflöst, fährt das Auto von alleine weiter.

Aber nein, lieber wach bleiben, denn der Tausendsassa Herr Musk bietet uns für 2019 schon einen Ausflug zum Mond für lächerliche 200000 Dollar an. In einer wiederverwendbaren Rakete! Vermutlich um dort oben in seinen E-Autos einen Trip rund um den Mond zu starten.

Und Facebook will seine Technik bis dahin so verfeinert haben, dass unsere Gedanken künftig direkt als geschriebener Text auf dem Smartphone erscheinen und abgesandt werden können.Stelle ich mir dort oben auf dem Mond schon sehr praktisch vor, weil dann der Kopf unter dem Schutzhelm die Sicht auf das Smartphone behindert und die Hände in den riesigen Handschuhen im schwerelosen Zustand auch nicht gerade zum Festhalten und Tippen auf der Tastatur geeignet sind. Aber wozu brauche ich das alles hier unten auf unserem schönen Planeten?

Da stelle ich mir ein nicht vermeidbares Treffen mit einem dieser nationalistischen Repräsentanten der AfD vor, weil er zufällig mein Nachbar ist. Als wohlerzogener Mensch reiche ich ihm nachbarschaftlich die Hand und sein Smartphone spuckt plötzlich meine Gedanken aus: Du blöder Wutbürger, am liebsten würde ich dich auf den Mond schießen, wenn du nicht langsam kapierst! Da würde sein „face“ ganz schön auseinanderfallen. Eine sachliche Diskussion und Argumentation mit ihm wäre dann sicher für alle Ewigkeit vorbei und unmöglich.

Und wahrscheinlich müsste ich meine Wohnungstür dann künftig sorgfältiger verschließen, bevor seine Pegida-Freunde aufkreuzen. Obwohl ich ja trotz allem ganz gerne mit ihm diskutiere. Nicht um ihn lächerlich zu machen, sondern um ihn aus seinem Wutbürgertum endlich wieder rauszuholen, ihm klarzumachen, dass sich die Welt laufend verändert und dass wir uns davor nicht verschließen, sondern aktiv an ihrer weiteren Entwicklung teilhaben sollten. Ihm die Angst vor der Begegnung mit Neuem zu nehmen. Nicht vor so einem Firlefanz wie menschlichen Drohnen oder Mondraketen, sondern vor richtigen Menschen. Mögen sie aus anderen Kulturkreisen kommen, so wie einst unsere Vorfahren.

Schließlich haben sich Kelten, Römer und Bajuwaren zu einem so einmaligen und widerstandsfähigen Stamm entwickelt, dass Bayern heute Vorbild ist. „Wobei die Bajuwaren ja die Fußlahmen der Völkerwanderung waren, die sich da irgendwo aus Polen kommend nicht mehr über die Alpen getraut haben“, würde mir mein Onkel da sicher augenzwinkernd erklären. Aber Scherz beiseite. Fachverbände, Industriebosse und Politik, alle beklagen den wachsenden Fachkräftemangel. Die Lebensalterspyramide Deutschlands wird immer mehr zum Fliegenpilz.

Lehrstellen bleiben zu Zehntausenden unbesetzt. Leiter von Pflegeheimen fliegen bis nach Serbien, um dort dringend benötigte Pflegekräfte für ihr Heim zu engagieren, die sie in Deutschland nicht mehr finden können. Also warum nicht besser die Chancen nutzen, die uns das reichliche Potenzial an Flüchtlingen bietet. Aber nein, wir werden rundherum und manchmal äußerst primitiv belabert, indem man polarisiert.

Wie hat doch neulich der Generalsekretär der CSU voll danebentreffend gemeint: Das Schlimmste ist ein Senegalese, der seit drei Jahren hier Grob gesagt ist, der Fußball spielt und Ministrant ist. Den werden wir nicht mehr los! Und dann wird ein junger Afghane an seinem Arbeitsplatz verhaftet und per Jumbo in sein angeblich sicheres Heimatland zwangsrückgeführt. Warum? Weil Nordafrikaner eine bösartige Silvestersause in Köln gemacht haben? Aber dieser junge Mann hat sechs Jahre friedlich hier gelebt, wurde nicht kriminell, hat brav gearbeitet und seine Steuern bezahlt. Aber sein Asylantrag wurde abgelehnt. Diese Logik verstehen wohl nur Bürokraten und bescheuerte Generalsekretäre.

„Wichtig ist was hinten rauskommt“, hat unser Altkanzler Helmut Kohl einst so schön gesagt. Denn Deutschland wird sich in den nächsten Jahren verändern. So wie es das schon immer getan hat. Nicht nur, was das Klima und unsere Mobilität betrifft. Ob nun mit menschlichen Drohnen, Raketen oder Smartphones. Versuchen wir lieber, all unsere pessimistischen Zeitgenossen aus ihrer geistigen Blockade herauszuholen und packen wir es gemeinsam an! Und zwar aus Überzeugung. Bei meinem Nachbarn zeigt es sogar schon Wirkung.  

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