Grob gesagt - Eigentlich kann ich die Kanzlerin nicht leiden, aber warum kann ich mittwochs nicht mehr ins Cafe?

Eigentlich habe ich Frau Merkel als Kanzlerin nie besonders leiden können. Aber erstaunlich, gerade jetzt, da sie mit ihrem „Wir schaffen das“ immer mehr Widerstand und Feindschaft erntet, steigt meine Sympathiekurve für sie deutlich an. Warum ist das so, frage ich mich selbst? Unser Finanzminister Herr Schäuble und Mojo scheinen dabei eine wichtige Rolle zu spielen.

 Mojo kommt aus Afrika, gerade erst erwachsen, schlank und schwarz wie die Nacht. Ein angenehmer, sauberer Bursche, dem ein befreundeter Cafébesitzer einen Job in seinem Café besorgt hatte. Wochenlang hat er dort als Bedienung gearbeitet, ja regelrecht gezaubert. Schnell, fröhlich und kompetent und die Gäste haben ihn sehr schnell gemocht. Man hat ihm die Freude ansehen können. Aber dann hat das Ordnungsamt ihn dort entdeckt und zugeschlagen. Und nichts mehr war´s mit dem Job. Er ist zwar inzwischen schon über ein halbes Jahr hier im Land und hat wunderbar Deutsch gelernt. Aber über seinen Asylantrag wird erst in zwei oder drei Monaten entschieden. Also zurück auf null, denn bis dahin darf er keine Tätigkeit ausüben. Und mein befreundeter Cafébesitzer ist jetzt aufgeschmissen. Deutsches Personal ist für ihn, trotz aller Bemühungen, offensichtlich nicht mehr zu bekommen. Denn wer von uns Edeldeutschen will noch den ganzen Tag hin und her rennen? Aber nicht nur er hat das Problem. Blieben doch aktuell mehr als 10.000 Lehrstellen in Bayern unbesetzt. Und in wenigen Jahren werden 400.000 Fachkräfte fehlen.

Konsequenz für meinen Cafébesitzer und sein Café: Damit er selbst nicht irgendwann überarbeitet zusammenbricht und damit ihm nicht auch noch seine letzten, immerhin noch verbliebenen Angestellten wegen Überstunden kündigen, bleibt sein Café jetzt mittwochs geschlossen.

Und damit sind wir genau an dem Punkt, vor dem auch Finanzminister Schäuble warnt. Unsere Alterspyramide wird immer kopflastiger und sie wird immer stärker die Form eines Wasserkopfes annehmen. Und wenn es so weiter geht, werden die Ausgaben im Bundeshaushalt dafür jährlich höher. Bereits sechs Milliarden Euro mehr für dieses Jahr hat er errechnen lassen. Diese Summe wird sprunghaft steigen. Und gegenläufig wird die Zahl der arbeitenden und damit Steuern zahlenden deutschen Bevölkerung immer weiter absinken. Also gibt es doch nur den einen vernünftigen Weg, dieses Absinken in eine immer stärker drohende Staatsverschuldung zu verhindern.

Lasst Mojo und all die arbeitswilligen Flüchtlinge so schnell wie möglich arbeiten! Sicher sind nicht nur Engel aus diesen Krisengebieten zu uns gekommen. Aber all diese Menschen neun oder zehn Monate oder sogar länger in Massenunterkünften einfach untätig herumsitzen zu lassen, um dann zu entscheiden, ob oder ob nicht, bringt niemanden weiter und macht den Ärger nur größer. Im Gegenteil, dort wird irgendwann auch der Geduldigste zu einem kleinen Monster. Und über deren Untaten lesen wir dann in der Tagespresse. Aber möchten Sie so viele Monate lang einfach so vor sich hin vegetieren?

Nein, Frau Merkel hat Recht. Wenn wir schlau sind, schaffen wir das! Mag nicht ganz leicht sein, aber lasst uns die Flüchtlinge möglichst schnell integrieren. Lasst sie arbeiten, dann müssen sie nicht tatenlos herumsitzen und dann finanzieren sie sich sehr schnell selbst. Arbeit gibt es ja wirklich mehr als genug. Und dann macht mein Cafébesitzer auch am Mittwoch sein Café wieder mit Mojo als fröhlichem Kellner auf.

„Na ja, aber was macht dann die deutsche Bürokratie?“, hätte mein Onkel da gefragt. Gute Frage. Aber das ist ein besonderes, ein trauriges Kapitel. Denn dem verdanken wir einen Großteil dieser Malaise. Da fahren Ministerpräsidenten und Fraktionschefs in die Schweiz, um staunend zu sehen, wie schnell dort über Asylanträge entschieden wird. Und dann?

„Wichtig ist, was hinten rauskommt“, hat Altbundeskanzler Kohl einst so schön gesagt.

Wie es scheint, dauern Denk- und Entscheidungsprozesse von Politikern etwas länger als die einfacher Bürger. Also müssen wir wohl noch etwas abwarten, bis auch sie so weit sind.

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