Grob gesagt - Eigentlich wollte ich ja mit dem Rauchen aufhören

Eigentlich wollte ich schon lange mit dem Rauchen aufhören! Längst schon wollte ich in ein schöneres, reineres Leben, ein Leben ohne Selbstbetrug aufbrechen. Diese verdammte Hassliebe beenden, endlich ein Leben ohne Rauch führen! Aber dann schleicht sie sich wieder leise an. Sie drängt sich nicht auf. Ein Gläschen Wein während des abendlichen Fernsehkrimis genügt. Und schon ist sie ganz unverbindlich und unkompliziert wieder da. Und ein weiteres Mal gebe ich mich ihr achselzuckend hin. Mit einer Mischung aus kontrolliertem Selbstmitleid zünde ich mir eine an. Das kribbelt so schön, während ich den Rauchkringeln nachblicke und mir die größten Vorwürfe mache. Aber ich genieße jeden Zug und fühle mich – gruselnd zwar – aber sauwohl. Zumindest bis zum Ende dieses und dann auch des nächsten Glimmstengels und bis zum nächsten Morgen. Aber mit dieser Hassliebe ist es demnächst wohl vorbei, wird sie mir ganz profan genommen. Immer gesünder sehen die Packungen inzwischen aus. Ohne Schnick, ohne Schnack, ohne Zusätze kann ich mir dann eine Lucky Strike, eingefasst in braunes Altpapier genehmigen. Oder eine Gauloise, auf deren Schachtel ein vertrocknetes Ahornblatt prangt. Wenn ich es recht überlege, inhaliere ich dann ja kaum noch Nikotin, eher schon Heilkräuter. Und Altkanzler Helmut Schmidt macht womöglich demnächst mit seiner Reyno oder Gauloise Menthol auch noch Werbung für Pfefferminzblätter. Nicht nur als Tee sondern auch als Tabak gesund! Zweihundert Stangen davon hat er ja laut Herrn Steinbrück inzwischen sowieso schon gebunkert. Zugegeben, irgendwie ist er schon immer ein ganz cooler Typ gewesen. Sind Raucher ja überhaupt ganz coole Typen. Zumindest hämmert die Tabakwerbung uns das ein. Und klar, ich bin auch ein ziemlich cooler Typ. Meint zumindest meine Nachbarin. Und demnächst sehe ich wahrscheinlich schon den nächsten Marlboro – Mann, der mir in Birkenstock-Latschen in weißen Tennissocken ganz cool lächelnd die erste Bio-Zigarette andrehen will. Doch bei so einem geballten Gesundheitsangebot wird meine Hassliebe wohl demnächst still und leise erkalten. Ich werde mir doch keine mehr anzünden, nur um etwas für meine Gesundheit zu tun. Da kann ich es doch gleich bleiben lassen. Warum soll ich noch rauchen, wenn es kein Laster mehr ist? All meine Gefühle, all die Vorwürfe, die ich mir allabendlich mache, plötzlich soll das alles dahin sein? Ich glaube, dann höre ich endgültig mit der Raucherei auf und suche mir ein neues Laster!

„Kaufst du nicht mehr in dem Shop, wird der ganze Shop ein Flop,“ hätte mein Onkel da mit erhobenem Zeigefinger gesagt.

Stimmt ja, mein Tankstellen-Shop. Aber ob der demnächst zum Flop wird, dazu werde ich wohl so oder so nicht entscheidend beitragen. Der soll wohl eher durch so profane Dinge wie EU-Verordnungen und deren Warnhinweise demnächst zum Auslaufmodell werden. Nicht schade drum, denn da fahren ja sowieso nur Verbrecher hin, die mit ihren Autos sowieso nur die Umwelt verpesten. Statt eines vertrockneten Ahornblattes in Zukunft eine Raucherlunge oder ein offener Mund mit ausgestreckter Zunge, von Zungenkrebs zerfressen, auf der Zigarettenpackung. Statt ganz ohne Schnick und Schnack: Wupps, das Raucherbein ist ab. Schöne Photos in Hochglanz. Und das Ganze dann auch nur noch in Lebensmittelmärkten wie Lidl oder Aldi. So langsam wird es mein Lieblingssatz, der meine Liebe zu Europa immer glühender werden lässt: Da sitzen doch wirklich 40.000 hoch bezahlte EU-Beamte in Brüssel und überziehen uns mit so einem Quatsch und einem immer noch enger werdenden Netz von Regulierungen und Verboten. Natürlich immer zum Schutz von uns Verbrauchern! Doch wer schützt eigentlich uns Verbraucher vor den Beamten in Brüssel?  

„Wichtig ist was hinten rauskommt,“ hat unser Altbundeskanzler Helmut Kohl einst so schön gesagt.

Aber vielleicht ist das mit all den Regulierungen und Verboten ja gar nicht einmal so schlecht. Denn was verboten ist, reizt besonders. So ist der Zigarettenschmuggel ja heute schon ein ziemlich lukratives Geschäft. All die offiziellen Statistiken, die uns vorgaukeln, dass immer weniger Menschen rauchen, berücksichtigen das nicht. Können sie auch gar nicht. Aber wenn sie mit ihrer Raucher-Richtlinie durch sind, hätte man endlich eine sinnvollere Aufgabe für die 40.000 Beamten aus Brüssel. Als Zollfahnder gegen den immer stärker wachsenden Zigarettenschmuggel und auch nur noch in deren Besoldungsstufe. Und ich brauche mir dann kein neues Laster mehr  suchen.

Drucken/Speichern

< zurück
 
 

Bundesverband
Freier Tankstellen e.V.
Ippendorfer Allee 1d
53127 Bonn
Telefon 0228 / 9102944
Telefax 0228 / 9102929
E-Mail: info(at)bft.de

Büro Berlin:

Georgenstraße 23

10117 Berlin

 

 

Über den bft

Aufgaben & Ziele

Mitglieder

Vorstand

Landesgruppen

Tankstellenmesse

bft-Klimabonus

Basis-bft-Downloads

Links

Themen

Markttransparenzstelle

E10-Einführung

Ausbildung

Energie und Umwelt

Recht

SEPA

Steuerentlastung bei Zahlungsausfall

Autowäsche am SonntaG

Mitglieder

Warum MItglied werden?

Mitglied werden

Daten und Fakten

Entwicklung Tankstellenanzahl

Kraftstoffmarktanteile

Straßentankstellen in Deutschland

Autobahntankstellen in Deutschland

Erdgastankstellen in Deutschland

Autogastankstellen in Deutschland

Benzinpreis-Zusammensetzung

Entwicklung der großen Marken

Langzeit-Preisentwicklung Benzin

Langzeit-Preisentwicklung Diesel

Staatl. Steuereinnahmen

Branchenstudie

Termine

Aktuelles

Presse

Presse – Fotodownloads Verband

Presse - Foto Downloads Tankstellenbilder

Grob gesagt

bft-Nachrichten

Rechtstipp

Tankstellenfinder

zur eft

Kontakt

Downloads