Grob gesagt - Gefällt mir? Bitte liken!

Egal, welche Seite ich heute im Internet aufrufe, sei es über Google oder die Online-Ausgabe einer Tageszeitung, eines Rundfunk- oder Fernsehsenders. Überall strahlt mir am Ende der Hinweis auf Facebook entgegen. Und meistens die hirnrissige Aufforderung noch schnell auf „Gefällt mir“ zu klicken. Warum kommt eigentlich nie ein „Gefällt mir nicht“ vor? Nun muss ich gestehen, dass ich zur Mehrheit der weit mehr als sechs Milliarden Menschen gehöre, die sich immer noch nicht bei Facebook angemeldet haben. Über eine Milliarde sind dort inzwischen „User“, wie es so schön heißt und haben Herrn Zuckerberg zum Multimilliardär gemacht. All diese Leute haben jetzt Dutzende, ja Hunderte neuer Freunde! Es gab Momente – das ist allerdings schon eine Weile her – da habe ich mich gefragt, ob ich auch in diese neue Welt eintauchen sollte. Oder anders herum, ob man eintauchen muss, um weiterhin „in“ zu sein. Vielleicht, um auch mal einen „shitstorm“ gegen die Markttransparenzstelle zu initiieren. Viele um mich herum sind eingetaucht.

Mein Unbehagen war letztlich doch stärker. Warum unnötigerweise Persönliches von mir preisgeben gegen triebhafte Schnüffelei im Allgemeinen oder für sogenannte neue Freunde. Virtuelle Freunde, die ich nicht anfassen kann und die ich sowieso nicht brauche. Nachdem sich inzwischen einige der mir bekannten „User“ immer heftiger beklagen, bin ich froh, standhaft geblieben zu sein. Höre ich doch, dass Facebook in den Kontakt- und Anruflisten auf deren Smartphones herum spielt, deren SMS liest, Termine einträgt und wer weiß was noch alles. Jedenfalls wird es ihnen langsam unheimlich, weil sie nicht einmal wissen, warum Facebook das tut. Als verlängerter Arm der NSA oder ganz simpel, um die Daten meistbietend an interessierte Anbieter passender Konsumartikel weiter zu geben? Und das Aussteigen scheint, wie ich höre, auch nicht so ganz problemlos zu funktionieren. Es scheint fast wie der Ausstieg aus einer Zwangsehe zu sein, wenn ich die Klagen höre.

Und gleich dahinter Twitter. Inzwischen auch eine milliardenschwere Börsengröße, obwohl sie nichts als Verluste produziert. Wie pervers ist diese Gesellschaft inzwischen eigentlich schon? Alle haben angeblich Angst vor der amerikanischen NSA, fordern den Schutz ihrer Privatsphäre, wollen sogar die Verhandlungen mit den USA zur Schaffung einer Freihandelszone abbrechen und geben dabei ihren virtuellen Freunden gegenüber so ungefähr alles über sich selbst preis. Ohne zu wissen, was die daraus machen! „Ist dein Freund nur virtuell, schaff´ ihn ab und zwar ganz schnell“, hätte mein Onkel gesagt.

Wie gesagt, so ganz leicht ist das sicher nicht. Aber wir sollten die Hoffnung nicht aufgeben. Wie wir auch die Hoffnung noch nicht aufgegeben haben, dass unsere Beschwerden bei der Markttransparenzstelle zumindest zur Kenntnis genommen und vielleicht irgendwann einmal beantwortet, wenn schon nicht bearbeitet werden. Vor allem stellen wir inzwischen zunehmend fest, dass zumindest ein Marktteilnehmer des Premiumbereichs so geschickt reagiert, dass wir einen Verdacht haben. Nämlich den Verdacht, dass in Absprache von einem der zugelassenen VIDs automatisch Preisänderungen weitergegeben und damit logischerweise die eigenen gleich mit angepasst werden. Und dass es zumindest in Südbayern traumhaft viele Tankstellen geben muss, die die Mindestkriterien der Verordnung nicht erfüllen und deshalb nicht zur Meldung ihrer Preise verpflichtet sind. Wenn ich dann die Flut der täglichen Preisänderungen sehe, bezweifle ich, wie die Markttransparenzstelle so ihrem Ziel nachkommen will, „den Kartellbehörden die Aufdeckung und Sanktionierung von Verstößen gegen die §§ 1, 19 und 20 des GWB zu erleichtern.“

„Wichtig ist, was hinten rauskommt“, hat unser Altbundeskanzler Helmut Kohl einst gesagt.

Die Evaluierung, wie es so schön heißt, weil Bewertung für dieses kostenintensive Monster ja viel zu simpel klingt, soll nach drei Jahren erfolgen. Ohne mich in weiteren Details zu verlieren, wenn Sie mich fragen, kann es dann nur heißen: Ziel verfehlt. Doch so, wie ich einige Schönwetter-Politiker kennengelernt habe, werden sie sich auch das noch schönreden. Wobei ich mir überhaupt die Frage stelle, warum unsere Branche hier zum Prügelknaben gemacht wurde, nur weil der ADAC sie jahrelang mit zweifelhaften Argumenten der Abzocke beschuldigt hat.

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