Grob gesagt: Ich rauche und ich trinke nicht oder die Voraussetzungen für eine politische Karriere

Manchmal staune ich schon, mit welch integren und qualifizierten Volksvertretern wir gesegnet sind und wie wunderbar sie den Querschnitt unserer Gesellschaft widerspiegeln. Die sogenannten „ollen Kamellen“ lassen wir dabei mal aus. Fangen wir einfach wieder mal neu an.

Ein Herr Dr. Anton Hofreiter, aktueller Fraktionssprecher der Grünen im Bundestag, zahlt eine Geldstrafe, weil er zufällig übersehen hat, seine Zweitwohnungssteuer für Berlin zu entrichten. Irgendwie blöd gelaufen. Und mit diesem Lorbeer will er jetzt als Spitzenkandidat seiner Partei für den nächsten Bundestagswahlkampf antreten. Ein Herr Michael Hartmann, bis dahin innenpolitischer Sprecher der SPD, hatte, so sagt er, eine Lebenskrise und nahm deshalb Crystal Meth. Nach einer Geldbuße inzwischen wieder „clean“ vertritt er uns munter weiter. Und ganz aktuell ermittelte die Berliner Staatsanwaltschaft gegen Volker Beck, bis dahin noch innenpolitischer Sprecher der Grünen, wegen desselben Problems. Von welcher Lebenskrise er bei seinem Fußmarsch zum Dealer getrieben, war ist mir unbekannt. Wegen geringer Schuld kam aber auch er mit einer Geldbuße von siebentausend Euro davon.

Gut, was gewesen ist, ist gewesen. Aus, vorbei! Und verzeihen kann ich es den Herren auch. Aber dass diese Menschen auch künftig unsere Volksvertreter sein wollen? Deshalb will ich hier auf Herrn Sebastian Edathys steilen Absturz in der SPD nach seiner Kinderporno-Affäre mit den verschwundenen Bundestagscomputern nicht näher eingehen. Er hat aufgegeben. Aber immerhin dürfte er nach sechzehn Jahren als Bundestagsabgeordneter einen sehr soliden, vorzeitigen Rentenanspruch haben.

Na ja, denkst du, das sind wohl die Ausnahmen. Sind doch hoffentlich die meisten unserer Volksvertreter gegen solche Probleme immun. Aber es geht weiter. Mal schnell geblättert: Ein CSU-Landtagsabgeordneter verführt Minderjährige, der Münchner Wiesenstadtrat versinkt kokainsüchtig im Rotlichtmilieu. Und ein Landtagsabgeordneter der Freien Wähler kurvt mit seinem Wagen stockbesoffen durch die Münchner Prinzregentenstraße.

Gut, die meisten unserer Vertreter sind astrein und kennen sich bei dem, was sie tun, aus. Vielleicht nicht immer so richtig, zumindest was Wirtschaftsfragen und ihre mutigen Tätigkeiten als Unternehmer betrifft.

Zum Beispiel Christian Lindner, heute Vorsitzender der FDP und leuchtend liberales Vorbild. Als Gründer und Mitgeschäftsführer der von ihm und Freunden gegründeten Moomax schafften er und seine Freunde es um die Jahrtausendwende immerhin innerhalb von knapp zwei Jahren 1,4 Millionen Euro in den Sand zu setzen. Gelder die von der KfW kamen, letztlich also aus unseren Steuergeldern finanziert. Verständlich, dass er sich das gerne schön redet. Er sei ja schon vor der Insolvenz ausgeschieden. Klar, wenn ich rechtzeitig Lunte rieche, setze ich mich eben noch schnell ab. Reden kann er ja. Als berufliche Alternative also möglichst schnell in die Politik!

Und genau das hat ihm wohl Frau Frauke Petry abgeschaut. Was der kann, kann ich schon lange, hat sie sich gedacht. Nachdem das von ihr gegründete Unternehmen PURinvent System GmbH Ende 2013 Insolvenz angemeldet hatte, musste sie anschließend auch selbst Privatinsolvenz anmelden. Werde ich halt schnell Vorsitzende der AfD, der Alternative für Deutschland. Nationalkonservativ nenne ich mich dann – und wenn es sein muss, lasse ich schon mal am Grenzzaun auf illegale Immigranten schießen. Auch das hat geklappt. „Wie beim Rattenfänger von Hameln laufen die Leute hinter ihr her“, hätte mein Onkel da gesagt. Na ja, aber wie traurig endete das Märchen? Von der Pleite direkt ins nächste Parlament, das scheint ein lohnender Berufsweg. Unabhängig und nur dem eigenen Gewissen verantwortlich!

„Wichtig ist, was hinten rauskommt“, hat unser Altkanzler Helmut Kohl einst so schön gesagt. Eben! Da frage ich mich natürlich, wieso mich eigentlich keiner wählt. Ich rauche nicht, ich trinke keinen Alkohol und habe nur einen winzig kleinen Fehler. Ich sage nicht immer die Wahrheit. Wären das nicht genau die richtigen Voraussetzungen für eine politische Karriere?

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