Grob gesagt - MTS, Steuern und Gehälter

Empörendes hat sich in den letzten Jahren in König Ludwigs Märchenschloss Neuschwanstein abgespielt. Haben Sie das mitbekommen? Ein Abgrund von Steuerhinterziehung wurde jetzt aufgedeckt und vor das zuständige Amtsgericht in Kaufbeuren gebracht. Da wurden doch tatsächlich über Jahre hinweg über die normale Dienstzeit hinaus Führungen durch das wunderschöne Schloss angeboten, um dem Sturm der verspäteten Touristen irgendwie noch Herr zu werden. Und die Fremdenführer, die über ihre normale Dienstzeit hinaus ohne Überstundenanmeldung diese Führungen leiteten, erhielten vom Verwaltungsleiter dafür anschließend jeweils zwanzig Euro in bar zugesteckt, um ihnen die kalte Progression zu ersparen. Und dann hat dieser Bösewicht von Verwaltungsleiter das bei der Abrechnung von den eingenommenen Geldern einfach abgezogen.

Volle 228 mal in vier Jahren hat er das gemacht und so dem Fiskus etwa EUR 5.000 der vereinnahmten Gelder bei der Versteuerung vorenthalten. Ist das nicht empörend? Aber die bayerische Justiz ist zwar streng, aber auch gerecht. Und so wurde dieser Bösewicht nach drei Tagen Verhandlung zu einer Geldstrafe von EUR 8.000 verurteilt.

Oh ja, da lobe ich mir doch so ehrliche Steuerzahler wie Toni Kroos. Der hat ja wirklich eine tolle Weltmeisterschaft hingelegt und die Fan-Meilen ins Schwärmen gebracht. Der lässt sich sein Gehalt jetzt von Real Madrid ordentlich in netto bar auf die Hand ausbezahlen. Um keine Schwierigkeiten mit dem Finanzamt zu bekommen. Allerdings kassiert die Steuern das spanische Finanzamt. Aber die lächerlichen sechs Millionen Euro netto, die er da jetzt jährlich verdient, sind sicher noch zu wenig. Denn schließlich ist er ja nach Spanien gegangen, weil er bei Bayern München das Gehaltsniveau der Leistungsträger nicht erreichen kann.

Und was tun diese Leistungsträger nicht alles für Deutschland? Wenn sich Angie mit ihnen in der Kabine nach einem Spiel abfotografieren lässt, dann denke ich, mit ihrem Gehalt von etwa EUR 240.000 im Jahr ist sie total überbezahlt. Denn was tut sie im Vergleich zu den Jungs eigentlich für Deutschland? Sind sie von ihr schon mal so in Euphorie versetzt worden? Oder von diesen Bundestagsabgeordneten? Erhielten die doch schon EUR 100.000 im Jahr und haben sich jetzt auch noch ihre Gehälter um 10 Prozent erhöht. Erst wollte er nicht, aber dann hat unser Bundespräsident diese Verordnung nach sehr langem Zögern dann doch unterschrieben.

„Der wollte erst nicht, weil ihm die gehaltsmäßig zu nahe rücken“, hätte mein Onkel da gesagt. Aber der liegt auch nicht immer so ganz richtig. Zumindest dürfte Herrn Gauck etwas versöhnt haben, dass er mit der Kanzlerin völlig umsonst im Regierungsjumbo zum Endspiel nach Rio fliegen und es auch noch umsonst anschauen durfte. Der Kaiser hat das nicht gedurft, obwohl er sich seinen Flug sicher selbst bezahlt hätte. Nein, nein, nein! Da muss man die Kirche schon im Dorf lassen! Schließlich Ehre, wem Ehre gebührt.  

Aber, so frage ich mich, wie ist es eigentlich in solch einem Fall mit der kalten Steuerprogression? Müssen die beiden denn diese Reise nächstes Jahr in ihrer Steuererklärung für 2014 angeben? So als Vergnügungsreise, das Einkommen um tausende Euro verbessernd? Das würde aber ganz schön reinhauen. So haben wir die Gehälter in unserer Firma zum 1. Juli sehr bescheiden um EUR 300 angehoben. Denn seit es die MTS gibt, ist da nicht mehr viel mehr drin. Auch wenn das ein angeblich kompetenter Amtschef mit vollem Mund und hohem Beamtensalär bestreitet und diesen Quatsch noch als Erfolgsgeschichte darstellen möchte. Wohl in Unkenntnis der Volksweisheit, dass Lügen kurze Beine haben. Bei einer Gehaltserhöhung von monatlich EUR 300 mussten wir jedenfalls feststellen, dass dem armen Mitarbeiter davon nur EUR 149,23 verbleiben. Also nicht einmal die Hälfte. Und unsere Firma darf zu den EUR 300 noch zusätzlich EUR 30,64 an Sozialversicherungsbeiträgen abdrücken.

„Wichtig ist, was hinten rauskommt“, hat unser Altbundeskanzler Helmut Kohl einst so schön gesagt. Ein toller Deal jedenfalls für Herrn Schäuble. Und wenn Sie die Zahlen noch einmal lesen, ansonsten für unsere Mitarbeiter wenig, ja sehr wenig!

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