Grob gesagt - Schuld sind immer die anderen - Und was es noch zu Jamaika zu sagen gibt

8.437 km liegt Jamaika in Fluglinie von München entfernt, so sagt Google. Und seit November letzten Jahres hat diese Insel einen großen Schritt nach vorne getan. Nein, nicht als eine rechnerisch mögliche Regierungskoalition in Deutschland. Durch wochenlange Koalitionssondierungen zwischen CDU / CSU, Grünen und FDP, mit denen uns alle Medien bombardiert haben, sind die Leute neugierig geworden und haben diese Insel als potenzielles Urlaubsland für sich entdeckt. Zwar sind die Sondierungen in Berlin im Sand verlaufen und an einem späten Sonntagabend Knall auf Fall zu Sandierungen zerbröselt.

Doch wer hat sie zerbröselt? Angeblich war es die FDP. Behauptet zumindest Herr Horst Seehofer, der Noch-Chef der CSU. Denn Herr Christian Lindner, der Chef der FDP, trat völlig unerwartet vor die Kameras der wartenden Medienhorde und sagte schlicht und ergreifend „Schluss“. So etwas Ähnliches hatte ich leider irgendwie von Anfang an befürchtet. Aber mit dem hin- und herschieben von Verantwortlichkeiten ist das so eine Sache. Der eine fühlte sich nach dem Wiedereinzug seiner Partei mit über 10 Prozent der abgegebenen Stimmen stark. Der andere heuchelte nach einem Stimmenverlust von mehr als 10 Prozent etwas von einer beinahe gelungenen Einigung. Wie halt so oft in der Politik: Schuld sind immer die anderen.

Aber Jamaika hat sich seitdem in den Köpfen der Deutschen irgendwie festgesetzt. Ist ja auch was. 26 Grad Celsius am Tag und 22 Grad in der Nacht. Und das im Winter. Gönnen wir doch einfach allen Reggae-Fans einen Urlaub dort!

Sicher sind die besser dran als ein paar ganz Schlaue, die neugierig auf eine Kenia-Koalition setzen wollten. Schwarz, rot, grün. Das wäre etwas Ungewohntes, aber auch etwas Neues. Und immerhin ist Kenia ja auch ein Land mit beachtlich heißen Temperaturen. Aber geistig halt auch anstrengender für Politiker und halt auch um einiges gefährlicher für den Pauschal-Touristen. Ist den politischen Querdenkern in Berlin doch relativ schnell klar geworden. Also schnell die Finger weg davon.

Und seitdem haben wir wieder das übliche und gewohnte tägliche Politikgelaber. Schwarz, blau, rot. Ein bisschen oder ganz richtig? Das gibt es ja noch nicht einmal als Nationalflagge. Aber wenn es wirklich als nächste Regierungskoalition in Berlin wieder kommen sollte, können wir doch einfach das Gold aus unserer schönen Flagge durch das Blau der CSU ersetzen. So als Gewohnheitsrecht gewissermaßen. Welche der drei Parteien in den Sondierungen mehr durchsetzen kann, bekommt einen größeren Anteil an der rechteckigen Stofffläche. Und wir singen dazu unsere alte Nationalhymne. Obwohl, die könnte man dann ja auch ein bisschen abändern. „Schwarzrot, schwarzrot über alles …“ oder so ähnlich. Einfach, weil wir uns schon so daran gewöhnt haben.

„Politiker sollte man spätestens nach zwei Wahlperioden nach Hause schicken und dafür sorgen, dass sie all die Gesetze einhalten, die sie selbst beschlossen haben“, hätte mein Onkel dazu gesagt.

Aber auf ihn hört ja keiner! Und unsere geschäftsführende Regierung wird in mehr oder weniger freundschaftlicher Bundestagsatmosphäre wahrscheinlich noch eine ganze Weile son- oder am Ende sandieren und die Geschäfte so vor sich hin führen. Die im September 2017 gewählten Abgeordneten werden so lange zittern, ob sie nun ein Mandat für vier Jahre errungen haben oder ob sie relativ kurzfristig wieder nach Hause und in einen nächsten Wahlkampf marschieren müssen.

„Wichtig ist, was hinten rauskommt“, hat unser Altkanzler Helmut Kohl einst so schön gesagt.

Aber vielleicht kommt es ja auch ganz anders. Und wir bekommen eine blauschwarze Minderheitsregierung, geduldet von den Roten, gegen die böse, übrige Opposition. Als neue Nationalflagge dann schwarzblau. Und damit es nicht so langweilig aussieht, garniert mit roten Punkten. (Jeder rote Punkt für etwas, was die SPD dann durchgesetzt hat!)

Hatten wir bisher zwar noch nicht, wäre aber vielleicht der Beginn einer neuen Kompromiss-Kultur in der Politik. So wie der Hybrid-Pkw. Und damit gar nicht mehr so neu. Denn der wird ja auch unter Elektro eingestuft, um die statistischen Zahlen zu schönen und lädt sich dabei klammheimlich mit fossiler Energie an den alt hergebrachten Tankstellen auf.

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