Grob gesagt - Schulranzen zuerst

„America first!“ Wer hat ihn noch nicht gehört, diesen angeberischen, die Welt nicht unbedingt positiv verändernden Spruch von Donald Trump. Aber da hat sich der amerikanische Präsident nicht zum ersten Mal saftig getäuscht. Denn wir hier in Bayern können es mindestens genauso gut. „Bayern zuerst!“ In großen Lettern lachte mir dieses Wahlplakat der CSU alle fünfhundert Meter wochenlang vor der Bundestagswahl am Straßenrand mit zwei lächelnden Kandidaten entgegen. (Ich vermute mal, sie werden gewählt sein, wenn dieser Artikel erscheint.)

Wer also zuerst? Die USA oder wir hier in Bayern? Ich denke, diese Frage ist auch ohne großes Nachdenken sehr eindeutig zu beantworten. So existierte das bayerische Reinheitsgebot zum Bierbrauen schon 265 Jahre als die Vereinigten Staaten gerade erst ihre Unabhängigkeit von Großbritannien erreichten. Und die Vereinigten Staaten waren gerade einmal 29 Jahre alt als das Oktoberfest zum ersten Mal stattfand.

Und wo findet dieses größte Volksfest der Welt statt? Natürlich in München, also in Bayern. Und was bitte haben die USA unserem Märchenkönig Ludwig II entgegenzusetzen? Die hatten ja noch nicht einmal einen normalen König. Also auch da nichts. Und gegen die bayerischen Schuhplattler kommt sowieso kein Rodeo-Reiter an. Und wenn ich erst an Bayern München denke, dann wird es noch deutlicher! Also Bayern zuerst.

Aber mal ernsthaft gefragt, bei was eigentlich wirklich?

Da üben sich die politischen Dreiradfahrer tapfer im Windschattenfahren. Fortschrittsbewusst wahrscheinlich schon auf einem E-Dreirad. In der Energiepolitik fällt ihnen aber offensichtlich auch nichts Besseres ein, als ihren Bundeskollegen. Also am besten, wir sagen da möglichst nichts. Und so breitet sich zu diesem speziellen Thema zurzeit eher verschämtes Schweigen über die bayerischen Felder und Auen aus.

Immerhin ist das bei weitem nicht so unangenehm laut, wie so manche Äußerung von SPD-Politikern, die unverdrossen den E-Auto-Hype weiterreiten. Da frage ich mich manchmal schon, ob das überhaupt noch im Sinne der Bürger ist, die sie ja angeblich vertreten. Und ich frage weiter, wieso fahren trotz all dieser forschen Töne und all der Förderangebote noch nicht einmal 100000 E-Autos durch die deutschen Lande?

Brauchen wir als mündige Bürger wirklich Oberlehrer, die uns sagen, wo es lang geht und was wir machen sollen? Wenn sie selber nicht wissen, wie wir es machen sollen. Und wir trotten dann alle brav hinterher. Weg also mit diesem E-Auto-Dogma!

Wie auch sonst im Leben, liebe Abgeordnete des neuen Bundestages, sucht einfach den Kompromiss und kümmert euch um Alternativen. Helft mit den sonst so flüssig sprudelnden Fördergeldern auch bei der Erforschung und Weiterentwicklung synthetischer Kraftstoffe. Und das bitte ernsthaft.

Ja doch, Kraftstoffe, die dem Verbrennungsmotor die Zukunft ohne CO2-Ausstoß ermöglichen. Wer sich einfach nur mit der plakativen Forderung „ab 2030 oder ab wann auch immer Zulassung nur noch für E-Autos“ in den Medien wichtig macht, ist für mich kein seriöser Diskussionspartner. Der verprellt sogar noch den potenziellen Fahrer eines Erdgasautos. „Nichts ist so absurd, dass es nicht schon ein Politiker gepredigt hätte“, hätte mein Onkel da gesagt. Doch leider ist es in diesem Fall nicht nur einer. Aber warum sich nicht selbst mit dem Thema ernsthaft auseinandersetzen? Liebe Abgeordnete, es kostet Arbeit und auch Zeit, um zu einer eigenen, womöglich fraktionsunabhängigen Meinung zu kommen. Fehlt die Zeit oder fehlt es am nötigen Mut? Denn so ganz einfach ist dieses Thema ja wirklich nicht. „Wichtig ist, was hinten rauskommt“, hat unser Altkanzler Kohl einst so schön gesagt. Richtig, denn aus Weissagungen und plakativen Kernsätzen unserer Politiker wird niemand klüger. Womit, wo und wie wir in 30 Jahren im Stau unserer Straßen stehen, weiß heute niemand präzise. Vielleicht weiß es dann ja die Generation unserer Enkel. Denn wie hieß es so tiefsinnig auf einem der in den letzten Wochen so reichlich gepflasterten Wahlplakate: Schulranzen sind die Zukunft – nicht Bürokraten!  

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