Grob gesagt - Üb immer Treu und Redlichkeit ...

Üb´ immer Treu und Redlichkeit, bis an dein kühles Grab“ so heißt es in einem alten Volkslied. Und weiter: „Dann suchen Enkel deine Gruft und weinen Tränen drauf.“ Na ja, manchmal kann ich mir schon vorstellen, dass sie einst weinen werden. Vielleicht nicht unbedingt wegen der Redlichkeit, sondern aus anderen Gründen.

Aber wie wäre es, wenn Sie einfach mal versuchen, einen Tag ganz ehrlich zu sein. Zum Beispiel, wenn Ihre Freundin oder Angetraute Sie fragt: „Bin ich eigentlich zu dick?“ Und Sie bleiben einfach ehrlich und sagen nur ganz simpel „ja“. Was glauben Sie, was dann passiert? Ich fürchte, so ehrlich werden Sie kein zweites Mal mehr zu ihr sein. Da wird es wohl besser sein, zu schweigen. Obwohl das auch nicht die Lösung sein kann, denn Schweigen spricht Bände. Was also tun? Richtig, um den häuslichen Frieden und die Zuneigung zu erhalten bleibt nur eines, die Notlüge. Aber darf man das überhaupt? 73 Prozent aller Deutschen sind der Ansicht, dass man das darf, dass es Situationen gibt, in denen man lügen muss, sei es aus Höflichkeit, Rücksicht, Mitleid oder Liebe. Und laut englischer Experten lügt der Mensch rund 200 Mal pro Tag. Aber hallo, so oft? Gut, so sind die Engländer, wird so mancher sagen.

Aber sind wir als Deutsche da viel besser?

Notlüge, Lüge. Am Ende des Tages, wenn man das eigene Lügengebäude nicht mehr durchschaut, lügt man sich im wahrsten Sinne des Wortes ja in die eigene Tasche. Und 74 Prozent aller Deutschen sind tief verletzt, wenn sie herausfinden, dass sie belogen worden sind. Da können Gemeinschaften, Ideologien, ganze Welten zusammenbrechen. Aber da 73 Prozent lügen, verbleibt nur 1 Prozent der Deutschen, die immer Treu und Redlichkeit üben. Über den restlichen 26 Prozent schwebt ein Grauschleier. Also fängst du von vorne an und beruhigst dich damit, dass es so schlimm schon nicht sein wird. Denn ersetzt man die Worte Lüge oder Notlüge durch das Wort Schwindeln, klingt das Ganze doch um einiges freundlicher.

Ein bisschen Schwindeln gehört zu jedem Politiker. Vor allem, weil er glaubt, sonst nicht gewählt zu werden, weil die Leute die Wahrheit angeblich sowieso nicht hören wollen“, hätte mein Onkel da gesagt.

 

Politische Notlügen aus Rücksicht auf die Wähler? Nicht immer. Die fetteste – und gar keine Notlüge mehr - ist die von Politikern aller Couleur gebetsmühlenartig vorgetragene Parole „weg vom Öl“, möglichst noch untermalt mit der Behauptung, fossile Energien gingen demnächst zur Neige. Da sagen sie nicht die Wahrheit. Und versuchen nur die Milliardenausgaben für Elektromobilität und ihre sinnlosen Leuchttürme dafür dem Wähler gegenüber zu rechtfertigen und vor ihm als zukunftsorientierte Macher zu glänzen. Blöd, dass sich Fiat-Chrysler Chef Sergio Marchionne aktuell mit einer höchst ungewöhnlichen Bitte an Elektroauto-Fans wendet. Er rät ihnen ab, seinen Fiat 500e zu kaufen – weil sein Konzern mit jedem verkauften Wagen 14µ000 $ Verlust macht. Würde er ihn zum Selbstkostenpreis anbieten, bräuchte er diese Karosse gar nicht erst zu produzieren, weil sie dann sowieso keiner kaufen würde.

Und der Wähler wird staunen, wenn im Jahr 2020 immer noch keine Million E-Autos über Deutschlands Straßen flitzt und Öl und Gas noch reichlich vorhanden sind. Ob da geschwindelt wurde, wird dann keinen mehr interessieren. Die heutige politische Generation sitzt dann bereits im Austragsstüberl und schaut ihren verglühenden Leuchttürmen oder ihren Nachfolgern hinterher. Und die können den verplemperten Milliarden nachtrauern und schauen, wie sie die Haushaltslöcher stopfen. Und froh werden sie sein, dass die Mineralölsteuer dann immer noch kräftig sprudelt. Doch denen fällt dann bestimmt auch wieder so ein geschwindelter Eyecatcher ein.

Wichtig ist was hinten rauskommt“, hat unser Altbundeskanzler Helmut Kohl einst so schön gesagt.

Welcher es dann sein wird, weiß ich natürlich nicht. Jedenfalls sollten wir uns an die Wahrheit halten und davon ausgehen, dass der Verbrennungsmotor auf fossiler Basis noch weit über das Jahr 2020 hinaus das Rückgrat im Straßenverkehr sein wird. Und dass wir als Betreiber Freier Tankstellen noch lange gebraucht werden. So schnell sind wir eben weder durch Schwindeln noch durch Totschweigen tot zu kriegen!

 

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