Grob gesagt – Was da alles sonst noch auf uns wartet

Seit der Fokus den Bilderschatz von Cornelius Gurlitt an die Öffentlichkeit gebracht hat, ist meine Aufmerksamkeit deutlich für all das gewachsen, was da noch – seit langem verborgen – überall auf uns wartet. Über uns, neben uns oder unter uns, nicht nur in Schwabing. Schließlich hat uns das Jahr 2013 doch einiges an solchen Entdeckungen gebracht. In einem Tiroler Schloss zum Beispiel wurde der älteste Büstenhalter der Welt in einem Hohlraum unter dem Holzfußboden gefunden! Wie, frage ich mich, ist er da hineingeraten? So um 1450 bei einem wilden Liebesspiel in eine Ritze gerutscht und danach vergessen? Von einem verschmähten Liebhaber mutwillig dort versteckt? Die Textilgeschichte muss wohl neu geschrieben werden.

Oder: Da läuft ein Hobby-Archäologe nördlich von Augsburg über die Felder und findet die Reste eines edlen, ungarischen Pferdegeschirrs aus dem 10. Jahrhundert. Das hat deren Anführer dort in seiner Panik zurückgelassen, als er nach der dreitägigen verlorenen Schlacht auf dem Lechfeld gegen Bayern, Franken, Schwaben und Böhmen das Weite gesucht hat.

 

Auch diese Geschichte muss neu geschrieben werden, hatte man bisher doch gedacht, die Schlacht hätte südlich von Augsburg stattgefunden. Und in einer Höhle in Oregon wurde letztes Jahr der älteste erhaltene menschliche Kothaufen, der angeblich 14.000 Jahre alt ist, als versteinertes Denkmal gefunden. Als versteinertes Denkmal eines Menschen, der uns immerhin einen Haufen Scheiße hinterlassen hat. Wohl dem, der so etwas von sich behaupten kann.

 

Und da wüsste ich schon den ein oder anderen. So knöpft sich die EU-Kommission gerade die Toiletten und die Staubsauger vor. Warum muss die EU sich darum kümmern, wie verschwenderisch Toiletten oder Staubsauger sein dürfen? Haben die nichts anderes zu tun, werden Sie fragen? Nein, schließlich gibt es doch schon eine ganze Weile die Ökolabel-Verordnung. Mit ihr werden bestimmte Kriterien dafür festgelegt, welches Produkt mit der berühmten Öko-Blume gekennzeichnet werden darf. Und nach einem 60 Seiten langen „Tech-Report“ entscheidet sich, welcher nackte Hintern sich künftig die Öko-Blume auf dem Spülkasten anschauen darf. Zunächst einmal wird in diesem Tech-Report klargestellt, dass der Toilettensitz keinen Einfluss auf die Funktion des Produkts hat. Hatte ich mir doch fast schon gedacht. Doch dass das durchschnittliche Spülvolumen als arithmetischer Durchschnitt aus einer Voll- und drei Kurzspülungen zu ermitteln ist, war mir neu. Ich spüle meistens zwei Mal lang.

 

„Als ich so alt war wie du, war Pluto noch ein Planet und ich konnte spülen, so oft ich wollte“, hätte mein Onkel da gesagt. Nun hat Herr Barroso in einer Grundsatzrede zwar Hoffnungen geweckt, dass irgendwann Schluss mit derlei EU-weiten Scherzen sein soll, solle doch Europa in großen Dingen größer und in solch kleinen Dingen kleiner werden, wie er erklärt hat. Aber da hat er nicht mit den 70 Verhandelnden zu unserer Großen Koalition gerechnet. In ihren Koalitionsverhandlungen haben sie sogar ausdrücklich erklärt, möglichst dynamisch alle Mindeststandards an die Entwicklung der Technik anzupassen.

 

„Wichtig ist was hinten rauskommt“, hat unser Altbundeskanzler Helmut Kohl einst so schön gesagt. Vielleicht kehrt dann die Erkenntnis zurück, dass doch Plumpsklos überhaupt kein Wasser brauchen und absolut bio sind. Und dass deren Inhalt irgendwann mit der entsprechenden Entwicklung der Technik als alternativer Kraftstoff verwendet werden kann. Apropos alternative Kraftstoffe: Groß gefeiert wird, dass Erdgas und Flüssiggas weiterhin Energiesteuer frei bleiben sollen. Fein, haben wir gedacht, das gibt uns Planungssicherheit für die nächsten Jahre. Allerdings hapert es bei uns bisher nicht nur an den notwendigen Investitionsmitteln für die Erdgastankstellen. Unserem Banker gegenüber haben wir mal eine Kalkulation aufgemacht und um einen Kredit von durchschnittlich € 400.000,-- pro Tankplatz gebeten. Käme ganz schön was zusammen! Schließlich sollen die Banken laut Mario Draghi mehr Kredite vergeben. Und der Mittelstand ist doch das Rückgrat unserer bundesdeutschen Wirtschaft. So freundlich habe ich unseren Banker noch nie beim Abschied gesehen. Er will sich allerdings erst wieder bei uns melden, wenn wir von Isar Amper und Eon Bayern eine definitive Antwort auf unsere Anfrage erhalten haben, wann Oberpframmern, Moosinning, Neufinsing und unsere übrigen Standorte an das Erdgasnetz angeschlossen werden.

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