Es war Ostern und keiner hat die Preise erhöht

Ostern ohne Preiserhöhung!

Was war denn das? Trotz breit angelegter Pressekampagne im Voraus, in der aus allen Rohren angekündigt wurde, dass natürlich zu Ostern die Autofahrer wieder abgezockt würden, passierte … nichts dergleichen. Da halfen auch Suggestivfragen von Journalisten der populären Medien nicht, wann denn und um wie viel der Preis an den Zapfsäulen zum Osterfest angehoben werde.

 

Eigentlich hätte die Branche sich überhaupt nichts vergeben, wenn sie die vorweggenommene öffentliche Empörung und Vorverurteilung zum Anlass genommen und daraus sozusagen eine selbsterfüllende Prophezeiung mit saftigen Preiserhöhungen spätestens am Donnerstag vor Ostern gemacht hätte.

 

Wenn die Branche wirklich nur aus Abzockern bestünde, hätte sie das auch getan. Da aber allen vom Multi-Hass getriebenen Schreibern zum Trotz außer den üblichen Tagesbewegungen nichts weiter passierte, trat peinliches Schweigen ein. Einschlägige Automobilclubs, die trotz fehlender Fakten die Geißel der Preistreiberei schwangen, landeten mit ihren Horrorankündigungen wie Eisbären als Bettvorleger (bei der Wetterlage zu Ostern eine geradezu tröstliche Vorstellung).

 

Dabei hatte die Branche nichts anderes gemacht, als die Jahre zuvor: Sie hat den Markt beobachtet und die Preise entsprechend an den Tankstellen eingestellt. Und wer genau hingesehen hat, musste feststellen, dass Kraftstoff zu Ostern 2013 sogar rund 10 Cent billiger war als zu Ostern 2012. Und seitdem wurde er sogar noch günstiger.

 

Wer jetzt von der Markttransparenzstelle erwartet, dass mit ihr endlich Wettbewerb im Kraftstoffmarkt einzieht, wird sich sehr schnell die Augen reiben müssen. Denn Wettbewerb gibt es in diesem Markt schon jetzt. Und den reichlich. So durfte sich der Autofahrer in den Wochen vor Ostern an vielen Orten über Preise freuen, die zumindest keine ausreichende Marge mehr zuließen.

 

Hier könnte die Politik sich verdient machen um den Erhalt von Wettbewerb im Tankstellenmarkt, indem sie endlich das Gezerre im Bundesrat um die Kartellrechtsnovelle beendete und das bewährte Verbot der Kosten-Preis-Schere wieder in Kraft setzte. Das wäre konkrete und praxisnahe Wettbewerbspolitik. Die Markttransparenzstelle hingegen wird keinen Deut mehr Wettbewerb bringen, vielleicht etwas mehr Preistransparenz, erkauft aber mit einem Haufen Bürokratie und nicht erfüllbaren Erwartungen beim Autofahrer.

 

Ein echtes Osterei wie ich finde.


 

 


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