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Revision Erneuerbare-Energien-Richtlinie: Europäisches Parlament entscheidet sich für Investitionssicherheit bei E-Fuels

Der MEW begrüßt die Abstimmungsergebnisse des Europäischen Parlaments zur Revision der Erneuerbaren-Energien-Richtlinie (RED II) am 14. September 2022. In der Abstimmung folgten die Europaabgeordneten den Änderungsvorschlägen des Industrieausschusses und votierten für die Nutzung synthetischer Kraftstoffe auf dem Weg zur Erreichung der Klimaziele. 

Das EU-Parlament hat am 14. September 2022 ein positives Signal für E-Fuels gesetzt. In der Abstimmung folgten die Europaabgeordneten bei der Revision der Erneuerbaren-Energien-Richtlinie (RED) den Änderungsvorschlägen des Industrieausschusses und votierten für die Nutzung synthetischer Kraftstoffe auf dem Weg zur Erreichung der Klimaziele.

Erneuerbare Kraftstoffe nicht biogenen Ursprungs (Fuels of Non Biological Origin, RFNBO) sollen im Verkehrssektor einen Anteil von mindestens 5,7 Prozent an den eingesetzten Kraftstoffen bis 2030 ausmachen. Industriell genutzter Wasserstoff soll bis 2030 zu 50 Prozent und bis 2035 zu 70 Prozent aus erneuerbaren Energien hergestellt sein.

Das Europäische Parlament machte mit der Abstimmung auch deutlich, dass unrealistische Vorgaben wie sie die Europäische Kommission vorgeschlagen hatte, nicht zielführend für den Klimaschutz sind.

Die Vorstandsvorsitzende des MEW, Dr. Uta Weiß, sagte dazu: „Mit der Abstimmung im Europäischen Parlament rückt die Politik endlich etwas näher an die Realität. Unsere Hoffnung ist, dass die Anpassungen nun auch im Trilog bestätigt werden. Dem Klima ist am besten geholfen, wenn der Ausbau erneuerbarer Energien durch umsetzbare politische Vorschriften unterstützt wird. Mit dem Votum des Parlaments für die wichtige Rolle von grünem Wasserstoff und synthetischen Kraftstoffen in der Energiewende können sowohl die Klimaschutzziele erreicht als auch eine hohe Versorgungssicherheit gewährleistet werden. Damit gäbe es auch endlich die dringend benötige Investitionssicherheit für Unternehmen, die in den Startlöchern stehen, große Anlagen für die Produktion grünen Wasserstoffs zu bauen.“

Dr. Hans Wenck, Geschäftsführer des MEW und des AFM+E, fügte hinzu: „Wir sind insbesondere froh darüber, dass einige der großen Investitionsblocker nunmehr von der Politik erkannt wurden, und es seitens des Europäischen Parlaments den Willen gibt, diese aus dem Weg zu schaffen. Dieser positive Ansatz muss sich nun auch im Trilog zwischen Rat, Kommission und Parlament durchsetzen, damit der Ausbau endlich Fahrt aufnimmt.“

Der MEW hatte gemeinsam mit seinen Mitgliedsverbänden bei verschiedenen Gelegenheiten darauf gedrungen, die notwendigen Änderungen vorzunehmen und wird die weiteren Schritte aufmerksam verfolgen und begleiten.

Pressekontakt
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Stephan Zieger
Geschäftsführer
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Sarah Schmitt
Leiterin des Hauptstadtbüros

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